Mein Jahresrückblick Teil 2


Eigentlich sollte der Rückblick ja schon längst fertig sein, aber wie es nun mal so ist, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt :rose:

Also weiter gehts:

Mittlerweile war das erste halbe Jahr rum und der Sommer war da . Ende Juli hieß es dann Täschle packen und ab gings für ein paar Tage zu Goli auf den Campingplatz :019:

Leider nur für 4 Tage, aber es hat sich gelohnt. Wer so eine Oase zum entspannen hat der braucht nirgendwo anders hin zum Urlaub machen, das ist mal Fakt.

Es war super ruhig, lustig und chillig. Tja und dann lernte ich etwas kennen was mir bis dato unbekannt war. Jeder von uns kennt das Wort Entspannung und mir war das auch nicht fremd, obwohl ich innerlich immer ein wenig rastlos bin und auf einmal kannte ich das Wort : tiefenentspannt ! Alles negative war wie weggeblasen, mein Kopf war vollkommen frei von irgendwelchen doofen Gedanken und ich war mehr als ruhig. Das war unheimlich :scare: Das schöne ist, das es bis auf minikleine Rückfälle bis heute anhält und ich viel ausgeglichener bin. Für mich eine total neue Erfahrung und Goli ist schuld:kicher:

Alles schöne hat aber leider auch ein Ende und die Rückfahrt musste angetreten werden, obwohl sich in mir alles dagegen sträubte aber nicht zu ändern war, aber die Tiefenentspannung konnte ich mitnehmen und für diese Erfahrung bin ich mehr als dankbar, denn die ist in vielen Situationen sehr hilfreich.

Zwei Wochen später hieß es wieder Koffer packen, meine Tochter wurde 40 Jahre alt , also fuhren meine Mutter und ich hin und die ganze Familie war komplett, herrlich :019:


Wieder daheim machte ich meinen Kram fürs Arbeitsamt fertig, mein Krankengeld lief aus und es hieß arbeitslos und die Mühlen der Ämter mahlen bekanntlich langsam. also alles wegschicken und dann hieß es warten.

Auf einmal musste ich immer an einen Hund denken :nachdenk:

Vor knapp zwei Jahren lernte ich ein Ehepaar mit Collie kennen und wenn sich mich mal brauchten machte ich Hundesitter, vor allem wenn beide zu Seminaren mußten hieß es Haus, Garten und Hund hüten:bdh: Es ist die große Liebe zwischen dem Hund und mir:love:

Ayla ist drei Jahre alt, aber ein Montagshund. Sie hat Probleme mit den Gelenken und darf am Tag nur 2 mal eine Std konstant laufen und leider brauchte man mich viel zu selten.

Ich hatte lange nichts gehört und Ende August mußte ich dann aus welchen Gründen auch immer permanent an meinen Hund denken. Ich habe sowas öfter und meist tritt dann auch irgend ein Ereignis ein. Auf jeden Fall klingelte eine Woche später mein Handy und rief um Hilfe. Frauchen hatte sich im Urlaub den Fuss gebrochen und brauchte für jeden Tag jemand zum Gassigehen.

7 Wochen lang bin ich jeden Tag, außer am WE hingefahren und mit dem Hund Gassi gelaufen und die Wiedersehensfreude war gigantisch. Die jault vor Freude immer so laut das man denken könnte sie wird masakriert :lachen: Mittlerweile ist der Fuß wieder heile und ich mache das nur noch einmal die Woche.

Das Geld hat mir über die Durststrecke geholfen und wenn der Hund sich wegen mir so freut dann wird mir warm ums Herz. Meinem Rücken hat die Bewegung trotz anfänglicher Meuterei auch gut getan. Länger als eine Std stehen oder laufen war nicht immer schmerzfrei, aber inzwischen gehts mir relativ gut. Fazit, der Hund ist also meine Medizin.


Für uns alle ist es eine schlimme Zeit und wir können nur hoffen das wir und unsere Lieben gesund bleiben und hoffentlich bald wieder normal leben können, aber das letzte Jahr hat mir auch einiges klar gemacht und mir schöne Dinge und Erfahrungen geschenkt die unbezahlbar sind, Freundschaft und Freude aneinander, das miteinander hier im Forum usw.

Kleine lustige freundliche Gespräche mit wildfremden Menschen beim warten auf den Bus z.B

Hilfsbereitschaft hier im Haus, Dinge die wir als selbstverständlich ansehen die es aber gar nicht sind, wie ein Dach über dem Kopf, ein Bett, ein voller Kühlschrank, Wasser und Strom und vieles mehr.

Die Perspektive ändert sich und man erfreut sich an klitzekleinen Dingen die man vllt vorher gar nicht so wahrgenommen hat oder man entwickelt Fähigkeiten von denen man nie was geahnt hat und entdeckt sich neu. Ich könnte noch sehr vieles hinzufügen aber ich glaube diese kleinen Erlebnisse reichen aus.

Sicher, es gibt auch Nackenschläge die das Schicksal sich echt sparen könnte und die kein Mensch braucht, da kann man wirklich nur die Daumen drücken und hoffen das für diejenigen alles gut wird.


So, das war mein Rückblick. Danke fürs lesen und bleibt gesund :017:












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Viele kleine Schritte bringen dich weiter

als wenige große


Kommentare 3

  • Tiefenentspannt :lachen:

    • Wat gibts da zu lachen wenns doch stimmt .

    • Tiefenentspannt :lachen: