Mein persönlicher Jahresrückblick und meine Sichtweise dazu


Dieses Jahr war nichts so wie wir es kennen und gewöhnt sind. Es hat uns viel abverlangt und uns zum umdenken gezwungen, aber nun neigt es sich dem Ende zu und wir können nur hoffen das sich die Situation entspannt . Es wird mit Sicherheit nichts mehr so sein wie es mal war und es wird auch noch eine ganze Weile dauern bis wir wieder zu unserer gewohnten Normalität zurück kehren können.

Das Jahr fing für meine Mutter und mich traurig an und zog sich ca ein halbes Jahr hin bis alles wieder einigermaßen im Lot war. Der erste Lockdown lief fast an uns vorbei , aber auch nur fast, denn es gab einiges was als Spende für das Sozialwarenhaus abgeholt werden sollte und das ging ja nun nicht weil das geschlossen war, aber wir haben es trotzdem geschafft.

Die Schließung vom Sozihaus war nicht so prickelnd weil man dort für kleines Geld Anschaffungen tätigen konnt, für mich hauptsächlich Bücher, von 0,50 -2 Euro , gebunden und neurwertig. Ansonsten machte mir das Abstand halten beim einkaufen nicht viel aus da ich Menschenmassen und Geschiebe eh nicht mag . Da ich aufgrund meiner finanziellen Situation sehr sparsam bin gehe ich nur einkaufen wenn ich was brauche, alles andere habe ich zu Hause, denn im Gegensatz zu vielen anderen habe ich ein Dach über dem Kopf und einen vollen Kühlschrank und muß nicht Hunger leiden. Das macht mich sehr dankbar und auch demütig, denn vielen geht es nicht so.

Allerdings machte ich mir Sorgen um meine Mutter, denn diese Zeit war für sie sehr schwer. Wir sind mit der Kirche aufgewachsen, mein Stiefvater war Pastor und meine Mutter ist sehr gläubig und hat nie daran gezweifelt. Ich habe sie dafür bewundert, ich dagegen hab nach oben geschaut und geschimpft wie ein Rohrspatz und gefragt warum ihr das Leben trotz ihres aufrichtigen Glaubens so schwer gemacht wird und warum alles so ist wie es jetzt ist. Ich hab es nicht verstanden und verstehe auch heute noch vieles nicht.

Ich habe aber im nachhinein meinen Frieden damit gemacht, denn nichts passiert ohne Sinn und dieses Jahr hat mir meine Mutter näher gebracht als wir es je waren und das genieße ich natürlich.

Es hat so sein müssen und war wohl auch von einer höheren Instanz so gewollt. Meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten blieb viel Leid erspart, denn er hätte es in seiner Demenz nicht verstanden und sie durch die Isolierung auch nicht mehr erkannt.

Tja, so kam mir mein Motto : man kann aus allem negativen auch was positives ziehen, zugute :bdh: Mein Blickwinkel wurde in eine andere Richtung gelenkt und so änderte sich auch meine Sicht der Geschehnisse und das war erst der Anfang.

Das war der erste Teil von meinem Rückblick, aber keine Angst, es geht im nächsten Artikel weiter.

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Viele kleine Schritte bringen dich weiter

als wenige große


Kommentare 2

  • Hast du sehr gut geschrieben, liebe Daggi!

    Dies empfinde ich auch so, die Sichtweise ändert sich...und aus allem NEGATIVEN ergibt sich auch wieder etwas POSITIVES!

    • Danke für dein Feedback liebe Gitti. Genauso sehe ich das immer, denn alles hat irgendwo seinen Sinn, so auch das man aus allem negativen immer was positives rausziehen kann.